Zu zweit ging es heute zunächst mal wieder zum Bahnhof in Kyoto - direkt daneben gibt es den 131 Meter hohen Kyoto Tower mit einer 100 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform. Und auch wenn wir schon zweimal einen schönen Ausblick über die Stadt hatten, war das doch immer von weiter weg. Dieses Mal hatten wir einen 360° Blick mitten aus der Stadt heraus.

Wir konnten von oben viele der Sehenswürdigkeiten entdecken, die wir bereits besucht haben, und auch noch die ein oder andere, die diesen Urlaub nicht auf dem Programm stand - diese haben wir nun zumindest mit dem Fernrohr von oben gesehen. Insgesamt ist das oben sehr schön gestaltet: es gibt große Monitore, die einem anzeigen, was man in diese Richtung sieht und wenn man das anklickt, bekommt man nähere Informationen zur jeweiligen Sehenswürdigkeit. Außerdem stehen viele Ferngläser und Fernrohre zur Nutzung bereit, sodass man auch weiter entfernte Sehenswürdigkeiten problemlos betrachten kann. Wir haben von oben alle fünf Stellen gefunden, an denen am 16. August zu Gozan Okuribi die Leuchtfeuer entzündet wurden. Schön zu sehen waren auch die gigantischen Ausmaße der Honganji-Tempel, die wir gestern besucht haben. Auf dem Bild ist der Higashi Honganji Tempel zu sehen.

Higashi Honganji Tempel von oben

Danach haben wir uns etwas zu essen gesucht und sind dann an den Kamogawa gefahren und haben uns dort in den kleinen Park am Ufer gesetzt und haben das Leben und das schöne Wetter genossen.

Der Ort am Ufer war nicht ganz zufällig gewählt, am Abend wollten wir noch zu Tadasu no Mori am Shimogamo Schrein - etwa eine Viertelstunde von unserem Platz am Ufer entfernt. Tadasu no Mori ist ein Lichtfestival, bei dem der Park vor dem Shimogamo Schrein und der Schrein selbst beleuchtet werden. Dies wird auch vom TeamLab gemacht, also von denjenigen, die auch die Lichtinstallation im Digital Art Museum in Tokio gemacht haben. Wir waren etwa eine Viertelstunde bevor das ganze los ging da und haben uns schon in eine relativ lange Warteschlange einreihen müssen, allerdings wurde das hinter uns nur schlimmer.

Die Lichtinstallationen - verbunden mit meditativer Musik - bestand vor allem aus Strahlern, die die Bäume beleuchtet haben und großen Ballons in Eiform, die selber geleuchtet haben. Sowohl die Strahler, als auch die Ballons haben ihre Farbe gewechselt, sodass es den Parkweg entlang tolle farbige Effekte gab. Im Schreingelände selbst wurde natürlich das Torii und die Schreingebäude selbst beleuchtet. Außerdem kamen zu den "Eier-Ballons" noch runde, schwebende Ballons hinzu. Insgesamt war das ein schöner und entspannender Ausklang des Abends.

Tadasu no Mori am Shimogamo Schrein