Der Flug von Japan nach Peking verlief problemlos - auch wenn wir 33 Minuten zu spät vom Gate weg sind, wurden wir mit einem schönen letzten Blick auf Japan belohnt. Nach einem ersten Hüpfer übers Meer ging es quer über Südkorea und dann - auf der südlichen Seite - entlang der nordkoeranischen Grenze. Von dort ging es nochmal aufs Meer hinaus und direkt auf Peking zu, sodass wir (fast) pünktlich in Peking gelandet sind.
Nach dem üblichen Prozedere - ganz viele Stempel auf den Boarding-Pass und nochmal Security - hatten wir noch neun Stunden über, die wir irgendwie rumbekommen mussten.
Zuallererst hatten wir uns um WLAN gekümmert: da wir keine chinesische Mobilfunknummer haben, mussten wir zu einem Infoschalter und im Tausch gegen unsere Passnummer haben wir dann einen Nutzernamen und ein Passwort bekommen.
Internet in China - auch im internationalen Teil des Flughafens Peking - ist ja so eine Sache. Alle Google-Dienste, Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp ist alles gesperrt - um nur mal das zu nennen, was uns in den ersten fünf Minuten aufgefallen ist.
Da das irgendwie ein sehr unbefriedigender Zustand war, hab ich ein wenig gebastelt.Mit meinem Laptop kam ich schnell wieder ins "richtige" Internet, denn da kann ich mich in das Uni-Netzwerk verbinden und von dort hab ich dann ganz normalen Internetzugang. Zum Glück ist meine Uni wohl unwichtig genug, dass dieser Zugang nicht gesperrt ist.
Mit meinem Handy war das schon eine Ecke komplizierter, denn das hatte ich vorher vergessen - man hätte sowas ja vorbereiten können. Aber wenn man die richtigen Tools kennt, kommt man schließlich auch über den Laptop an die Apps aus dem in China gesperrten AppStore. Nachdem ich die App dann auf dem Handy installiert hatte, hatte ich auch da wieder "richtigen" Internetzugang.
Blieb noch das Problem Internetzugang für Leo: nach doch etwas längerem basteln (wozu hat man ja neun Stunden Zeit...) habe ich es geschafft, dass mein Laptop gleichzeitig im WLAN des Flughafens eine Verbindung zum Uni-Netzwerk hat und ein lokales WLAN aufmacht, sodass wir beide schließlich ungefilterten Internetzugang haben. Wer sich für technische Details interessiert: hier entlang
Nachdem wir das hatten, haben wir versucht weiter die Zeit totzuschlagen und ein wenig zu schlafen - geklappt hat letzteres natürlich nicht und ersteres ging auch nur eher zäh. Immerhin hatten wir die allermeiste Zeit Sitzplätze an Gates, an denen nichts los war, und mussten nur einmal umziehen, da es uns zu voll wurde. Zwischendurch konnten wir noch einen schönen Sonnenuntergang beobachten.

In einer halben Stunde ist dann Boarding für den zehnstündigen Flug nach München und in einer guten Stunde geht es dann los.