Heute haben wir zu dritt nochmal die Innenstadt von Kyoto unsicher gemacht: jedes Mal, wenn wir mit dem Bus zum Bahnhof fahren, fahren wir an der Nijō Burg und an einem großen und prachtvollen Tempel vorbei, waren aber bis heute noch nicht dort.

Zuerst ging es zur Burg und als erstes durch ein schönes Prunktor, das wieder mit schönen Schnitzereien verziert ist. Von dort ging es direkt in den Ninomaru Palast. Dort war fotografieren leider verboten, wäre aber mit der Handykamera auch echt schwierig geworden (irgendwie hat mich der Urlaub nochmal sehr davon überzeugt, dass ich eine vernünftige Kamera brauche...). Der Palast ist echt schön innen - ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass er das schönste, nicht das beeindruckendste, aber das schönste Gebäude ist, das wir bisher besucht haben. Wobei sich das jetzt nicht auf das Gebäude von außen bezieht, da gibt es ganz andere Kandidaten, sondern es geht um die Innenausstattung. Die ganzen Wände, Türen und Decken sind reich bemalt und verziert. Außerdem sind viele Wände im oberen Bereich mit filigranen Schnitzereien verziert. Insgesamt ist die Innenausstattung sehr schön und harmonisch. Nach dem Palast sind wir noch durch den Rest des Burggeländes spaziert.

Tor zum Nijojo in Kyoto mit dem Ninomaru-Palast im Hintergrund

Danach ging es weiter zum ersten der beiden Honganji-Tempeln, zum Nishi Honganji Tempel - was nichts anderes bedeutet als westlicher Honganji-Tempel. Die Tempelanlage ist sehr schön und beeindruckend. Die Tempelanlage selbst besteht aus zwei großen Hallen, die unterschiedlichen Personen, bzw. Buddhas gewidmet sind.

Eineinhalb Hallen des Nishi Honganji

Außerdem bestand die Möglichkeit, das Innere des Tempels zu besuchen, wobei es sich - wie in Osaka - auch hier um einen "aktiven" Tempel handelt und eine religiöse Zeremonie im Gange war. Auch hat sich hier meine Vermutung aus Osaka bestätigt: hier hat sich wieder das Gefühl eingestellt, in einem in irgendeiner Form sakralen Gebäude zu sein. Und auch wenn das Innere des Tempels sehr schön ist und das Fotografieren nicht verboten war und auch einige Menschen fotografiert haben, erschien mir das unangemessen, sodass es nur Bilder von außen gibt.

Vom westlichen Honganji-Tempel ging es zum östlichen, dem Higashi Honganji Tempel. Auch dieser besteht aus zwei Hallen und ist ähnlich eindrucksvoll, wie der östliche Tempel. Auch hier war das Betreten des Innenraums wiederum möglich, aber ebenso wie vom östlichen Tempel gibt es auch hier keine Innenaufnahmen von mir. Ein besonderes Augenmerk gilt bei diesem Tempel dem Wasser speienden Drachen an dem Becken für die rituelle Waschung. Die meisten der Wasserspender für die rituelle Reinigung bei Schreinen und Tempeln sind übrigens verziert - wenn auch selten mit einem so schön gestalteten Drachen.

Wasserspeier am Higashi Honganji