Eigentlich wollten wir ja auf Miyajima übernachten, aber bis wir wussten, wann wir dort hin wollten, gab es dort nichts bezahlbares mehr. Daher sind wir für die Nacht zurück nach Hiroshima gefahren und heute morgen ging es wieder zurück auf die Insel.

Wir sind gegen elf Uhr angekommen, also zwei Stunden nach der Flut. Wir sind daher zuerst nochmal zum Torii-Tor gelaufen. Auf dem Weg dorthin haben wir Bekanntschaft mit den zwar eigentlich sehr süßen, aber verdammt frechen und durchaus agressiven Rehe auf Miyajima gemacht. Beim Tor angekommen, haben wir es nochmal bei Tag und im Wasser angeschaut und fotografiert.

Torii auf Miyajima

Von da sind wir zum daneben gelegenen Itsukushima Schrein, zu dem das Torii-Tor gehört und haben diesen besucht. Der Schrein ist auf Stelzen über dem Wasser gebaut.

Itsukushima Schrein

Da heute ein knallheißer Tag mit viel Sonne war, sind wir nach einem Besuch in einem Souvenirladen ans Wasser vor und haben uns auf eine Bank im Schatten gesetzt und ein wenig die Natur genossen. Aufgrund des Wetters haben wir auf die Wanderung auf den Berg Misen, den höchsten Berg der Insel, verzichtet, obwohl dies als eines der Highlight eines Inselbesuchs sehr empfohlen wird. Ebenso haben wir auf den Daisho-in Tempel verzichtet, da man auch dafür weiter hoch wandern musste, als wir in der prallen Mittagssonne bereit waren zu wandern. Aber einmal mehr gilt: wir sind zur falschen Jahreszeit da.

Stattdessen haben wir die Senjokaku-Halle, ein Schrein, besucht. Da die Halle nie fertig gebaut wurde und nur aus dem Boden, der Decke und Sützpfeilern besteht, kann man sich dort wunderbar hinsetzen und den Blick auf den Itsukushima Schrein genießen und versuchen die Hitze ein wenig besser zu ertragen. Außerdem haben wir natürlich die direkt daneben stehende fünfstöckige Pagoda bewundert.

Pagoda auf Miyajima

Kurz vor Ebbe sind wir dann nochmal zum Torii-Tor aufgebrochen, da das bei Ebbe auf dem Trockenen liegt. Wir sind zum Tor rausgelaufen und haben es durchquert. Von da sind wir auf dem wasserfreien Meeresgrund Richtung Fähranlegestelle gelaufen und zurück gefahren - die Hitze hatte uns geschafft.

Torii bei Ebbe

Obwohl wir dann gegen vier in Hiroshima waren, konnten wir uns nicht mehr überwinden, nochmal etwas anzuschauen, obwohl wir den schönen Landschaftsgarten gestern ausgelassen haben (aber da das ja eh die falsche Jahreszeit ist...). Stattdessen sind wir vollkommen erschöpft in den Shinkansen gestiegen und zurück nach Kyoto gefahren.