Nachdem wir unsere bereits am zweiten Tag obligatorischen Reisbällchen zum Frühstück gekauft hatten, sind wir die knapp 10 Minuten in bereits brütender Hitze die knapp fünf Minuten zu den Östlichen Gärten des Kaiserpalastes gelaufen und wurden zu allerst von einem grün bewachsenen Wassergraben überrascht.

Wassergraben der Östlichen Gärten des Kaiserpalasts

Im Park haben wir uns dann direkt einen schönen Platz im Schatten gesucht um zu frühstücken. Nachteil dieses Planes war natürlich, dass es noch heißer war, als wir schließlich weiter gingen - allerdings kommt es bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit da wahrscheinlich kaum mehr drauf an und da war unser Frühstücksplatz einfach zu schön und angenehm.

Aussicht beim Frühstück in den Östlichen Gärten des Kaiserpalasts

Danach haben wir diese grüne Oase inmitten des sonst so vollen und dicht bebauten Tokios erkundet, auch wenn wir immer von Baumschatten zu Baumschatten geflüchtet sind. Neben verschiedenen kleineren Themengärten gibt es dort noch einige alte Gebäude, wie den unten abgebildeten Wachturm, die erhalten geblieben sind.

Wachturm in den Östlichen Gärten des Kaiserpalasts

Danach ging es weiter nach Harajuku, ein Bezirk von Tokio, der vor allem für seine etwas ausgefallene Mode bekannt ist - insbesondere die Takeshita Dori, eine kleine, vollkommen vollgestopfte Fußgängerstraße, in der es Laden neben Laden gibt. Obwohl vieles eher absurd aussah, gab es auch den ein oder anderen interessanten und etwas normaleren Laden. Neben Mode gab es dort außerdem die ausgefallenste Crêpe-Variationen, wovon wir dann doch nicht die Finger lassen konnten: Ein Crêpe, in der Form einer Eiswaffel gewickelt und gefüllt mit Pudding, Schokosahne und - je nach Variante - Erdbeeren oder Bananen und ganz oben drauf je einen Brownie. Da das ganz schön reinhaut ganz gut sättigt, war das dann gleich unser Mittagessen.

Crêpe

In Harajuku gibt es neben der Modeszene auch noch den Meiji-Schrein, einen der größten Schreine Tokios. Dieser liegt mitten im Grünen im Yoyogi-Park. Der Schrein, ebenso wie der Weg hoch sind wunderschön, allerdings hätten wir uns da im Baumschatten im Park ganz dringend eine Sitzbank gewünscht - das Bummeln in der Hitze durch Harajuku war echt anstrengend. Allerdings gibt es in Japan allgemein leider viel zu wenig solcher Sitzbänke. Zum Glück konnten wir uns im Schrein dann etwas hinsetzen, den Schrein auf uns wirken lassen und die Füße zumindest etwas entspannen.

Meiji-Schrein

Ein Punkt stand für diesen Tag noch auf dem Programm: wir wollten noch ins direkt daneben liegende Shibuya. Der erste Programmpunkt in Shibuya war nicht der Grund für den Besuch in Shibuya, aber da er erledigt werden musste, haben wir die Gelegenheit genutzt: Wir haben die Railpass-Gutscheine in den tatsächlichen Railpass, mit dem wir eine Woche lang (fast) alle Züge in Japan nutzen können, umwandeln lassen und da es ja übermorgen aus Tokio weg geht, haben wir für unsere erste Shinkansen-Fahrt (das ist der japanische Schnellzug) noch die Sitzplatzeservierungen und die Fahrkarte für Janni besorgt. Aber der eigentliche Grund für Shibuya war ja ein ganz anderer: Natürlich mussten wir einmal die wohl berühmteste Kreuzung der Welt mit eigenen Augen sehen, wenn da tausende von Fußgängern über die Kreuzung strömen, sobald die Ampeln grün werden. Danach sind wir noch ein klein wenig durch die Straßen von Shibuya gestreift, allerdings ist da nicht viel mehr hängen geblieben, als dass es laut und bunt war - zu dem Zeitpunkt hatten wir einfach mehr als genug uns sind ins Hotel zurück, um endlich zu duschen und die Füße hochlegen zu können. Abends sind wir dann nochmal nach Akihabara los, um ein Abendessen zu finden. Nachdem wir Udon-Nudeln gegessen haben, sind wir aber wieder direkt zurück - der volle Tag hat seinen Tribut gefordert.