Nachdem ich gestern Abend wie ein Stein ins Bett gefallen bin, hat mich der Wecker heute nach neun Stunden ziemlich rüde aus dem Bett geworfen. Dennoch kann ich sagen: vom Jetlag ist nichts zu spüren.
Heute morgen ging es zuerst in einen Kombini (kleiner Ecksupermarkt), um Wasser und unser Frühstück, Reisbällchen, zu kaufen. Von dort ging es mit der Metro in das Stadtviertel Asakusa. Dort hat es uns zu allererst zum Sensoji-Tempel gezogen, dem wohl berühmtesten Tempel Tokios. Nachdem wir den Tempel und insgesamt die Tempelanlage ausgiebig angeschaut hatten und gemütlich an einigen kleinen Läden in den Seitenstraßen vorbeigebummelt waren, sind wir zum Abkühlen und Ausruhen in ein kleines Café am Donnertor der Tempelanlage und haben dort japanische Süßigkeiten probiert.

Frisch gestärkt ging es weiter nach Akihabara, ein insgesamt etwas überdrehtes Stadtviertel mit Videospielhallen, Maid-Cafés und jede Menge kleinen Läden, in denen man jegliches technische Spielzeug erhält. Dort sind wir einfach durch die Gegend gelaufen und haben die Atmosphäre und die Schaufenster auf uns wirken lassen. Zum Abkühlen sind wir zwischendurch mal in einen großen "Elektro-Markt" (analog zu Media Markt oder Saturn, nur mit viel mehr Zeug, viel schriller und bunter und das Ganze verteilt auf sechs echt große Etagen) und eine ebenso sechsstöckige Videospielhalle gegangen.
Von dort ging es erstmal zurück ins Hotel, denn hier ist es echt warm und extrem schwül - die Klamotten kleben einem einfach am Körper und so eine Dusche zwischendurch wirkt Wunder. Da wir aber immernoch nicht genug hatten, sind wir dann nochmal los über die Regenbogenbrücke nach Odaiba, eine künstliche Insel in der Bucht vor Tokio. Wir sind dort in der Dämmerung im Park entspannt spazieren gegangen und haben bunte Boote und die Skyline von Odabi und die von Tokio fotografiert - auch wenn wir dabei definitiv an die Grenzen des Freihandfotografierens mit einer Handykamera gestoßen sind.

Als es dunkel war, wollten wir eigentlich die Regenbogenbrücke anschauen - so soll sie doch in Regenbogenfarben angestrahlt werden. Allerdings wurde sie nur weiß beleuchtet - warum genau, haben wir nicht rausgefunden, auch das Internet ist da nicht furchtbar informativ und vor allem widersprüchlich. Nichtsdestotrotz war es sehr schön im Park und wir haben uns in der frischen Meerbrise einfach ein wenig ans Wasser gesetzt und haben die Sicht auf die Skyline von Tokio genossen.
Auf Odabi haben wir dann auch unser Abendessen gefunden: Ramen, eine typisch japanische Nudelsuppe. Bestellt und bezahlt hat man das Essen an einem Automaten am Eingang und kaum, dass einem sein Platz zugewiesen wurde, stand das Essen schon auf dem Tisch - das kam uns auch sehr entgegen, hatten wir doch inzwischen alle Hunger.

Nach dem Essen haben wir noch die Freiheitsstatue mit Blick auf die (leider einfarbige) Regenbogenbrücke genossen.
