Direkt nachdem wir in die A330-200 der Air China eingestiegen waren, die uns nach Peking bringen sollte, haben wir festgestellt, dass einer unserer Monitore vom Entertainmentsystem defekt ist und das bei einem zehn Stunden langen Flug. Doch zum Glück durften wir uns eine Reihe nach hinten setzen - die Plätze waren eigentlich für die Crew reserviert. So hatte dann doch jeder ein Entertainmentsystem zur Verfügung. Der Start verlief dann ganz nach unserem Geschmack: wir beide mögen Turbulenzen und da in der Nähe ein Gewitter unterwegs war, hat der Start uns richtig Spaß gemacht, auch wenn das Wetter über Osteuropa beim Sonnenuntergang dann ganz friedlich war.

Der Flug war ansonsten vor allem lang - ein Nachtflug in einem relativ alten und damit vor allem lauten Flugzeug, sodass wir beide zwar versucht haben zu schlafen, dabei aber ausgesprochen unerfolgreich waren. Entsprechend erschöpft kamen wir in Peking an und wurden dann auch noch auf dem Vorfeld abgestellt. Die Hitze und vor allem die drückende Schwüle haben uns direkt erschlagen.

Immerhin wurde unser Gepäck durchgecheckt, ansonsten mussten wir in Peking nochmal durch die Security, Passkontrolle und was weiß ich nicht alles durch. Das Ganze war gut und effizient organisiert, auch wenn einiges dann doch redundant wirkte. Die Familie vor uns bei der Security hatte in der Schweiz wohl reihenweise Schweizer Taschenmesser gekauft und die - schön als Geschenk verpackt - alle im Handgepäck gehabt. Den Spaß, den das ganze an der Security gemacht hat, dürft ihr euch alle selber ausmalen.
Aber es half alles nichts - so wenig Lust wir auf weitere dreieinhalb Stunden Flug hatten, so wenig konnten wir daran etwas ändern und außerdem wollten wir ja nach Japan. Der zweite Flug war dann mit einer A321, die bedeutend leiser war als der erste Flieger. An Bord haben wir dann den dritten Sonnenaufgang bzw. -untergang in Folge in der Luft beobachtet und das mindestens hundertsiebzehntausendste Bild dieser zwei Tage aus der Sammlung "Beleuchtete Wolken" geschossen.
In Japan ging es dann super schnell durch die Immigration - so wie gestern die Fraport dran glauben musste, sind es heute die Amis: schneidet euch davon eine Scheibe ab! Nachdem wir das Gepäck abgeholt haben, haben wir unseren WLAN-Router abgeholt und das 72 Stunden U-Bahn-Ticket gekauft und obwohl wir uns eigentlich viel Zeit gelassen haben, waren weniger als eine Stunde nach der Landung aus dem Flughafen raus - da war ich von der Organisation sehr beeindruckt.
Danach ging es in das bereits angesprochene Kapselhotel und nach einer ausgiebigen Dusche kam Janni noch an und so sind wir ab morgen zu dritt unterwegs. Aber jetzt heißt es erstmal schlafen - ich werde die Tage dann bestimmt mal noch über die Kapsel berichten.