Auf geht die Reise nach Japan - die Koffer sind gepackt und wie immer werde ich das Gefühl nicht los, dass ich bestimmt was vergessen hab. Zunächst ging es mit dem Zug über Singen nach Zürich. Von dort geht's dann pünktlich zur Tagesschau mit der Air China nach Peking. Zehn Stunden später sind wir dann hoffentlich (einigermaßen) pünktlich in Peking, denn nur knapp zweieinhalb Stunden später geht es weiter nach Tokio - noch einmal dreieinhalb Stunden Flug, sodass wir hoffentlich morgen Mittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit in Tokio am Flughafen ankommen, ziemlich genau 24 Stunden nachdem wir daheim aufgebrochen sind.
Soweit die Theorie - in Stuttgart ging's erst super los, wir sind in einen angemalten Regionalzug niegelnagel neuen IC2 eingestiegen, mit viel Platz für uns und super klimatisiert. Doch dann kam zur Abfahrtszeit dann die Durchsage: "Wegen der Behebung einer technischen Störung an unserem Zug, verzögert sich unsere Abfahrt um wenige Minuten". Nach zehn Minuten hieß es dann, dass diejenigen, die mit einem anderen Zug fahren können, dies tun sollen - ob und wenn ja wann eine Abfahrt möglich ist, sei derzeit nicht absehbar. Mit 20 Minuten Verspätung ging es dann doch los - allerdings war es da dann schon um unseren Anschluss geschehen: wir hätten in Singen nur sieben Minuten zum Umsteigen gehabt. Da der Zug keine Verspätung aufholen könnte und der IC nach Zürich nicht warten wollte, mussten wir uns umorientieren. Der nächste Plan war mit einmal mehr umsteigen über Schaffhausen und Winterthur zum Flughafen zu kommen, aber auch da war zu viel Verspätung im Spiel, sodass wir wiederum unseren Anschluss verpasst hätten. Daher haben wir eine Stunde auf den ebenfalls verspäteten IC aus Stuttgart gewartet, der nach Zürich weiterfuhr. Hätten wir das früher gewusst…
Unser Puffer von 3:15h zwischen Ankunft und Abflug war somit auf zwei Stunden geschrumpft. Am Flughafen ging jedoch alles problemlos und schnell, sodass wir dann insgesamt noch eine halbe Stunde Zeit vor dem Boarding hatten. Und den Seitenhieb kann ich mir nicht verkneifen: Liebe Fraport, so gehen Security Checks: ohne Wartezeit und in weniger als zwei Minuten waren wir trotz einer Zufallsstichprobe beim Sprengstofftest durch die Security…
Das absolute Highlight in Zürich war die führerlose Bahn, die uns zu unserem Abflugsbereich brachte: so eine Bahn gibt es zwar auch in Frankfurt (sogar mit echt guter Sicht auf das Vorfeld), aber an die Züricher Variante kommt das trotzdem nicht ran: wir wurden mit Jodlern, typischer Alphornmusik und muhenden Kühen beschallt atmosphärisch in der Schweiz willkommen geheißen und als krönenden Luxus hatten wir unseren Wagen auch noch ganz für uns allein.

Da der Schluss des Textes erst nach dem Boarding entstand - so viel Zeit hatten wir ja dann doch nicht mehr über - und da das WLAN des Flughafens nicht bis an Board des Flugzeugs reicht, geht der Text wohl erst raus, wenn wir entweder schon in Peking oder gar in Tokio sind.
