Endlich ging es an Board und ab in den zweiten Stock - wir saßen in der 2. Reihe vorne in der 747-400. Dort gab es zunächst einen Begrüßungsdrink, bevor wir schließlich starteten.
In der Luft erwartete uns zunächst ein kleiner Snack, gefolgt von einem luxuriösen 5-Gänge-Mittagessen. Zuerst standen drei Vorspeisen zur Auswahl. Während ich mich für das Räucherforellentartar mit Apfel-Rettich-Salat, Quinoa und Dillöl entschieden hatte, gab es bei Papa eingelegten Chicorée mit Orangensalat, Harissa-Frischkäse und Feigen. Nach einem kleinen Salat mit Macadamia-Dressing hatten wir drei Hauptspeisen zur Auswahl. Während es bei Papa Kabeljau mit Orangen-Koriandersud, Gemüsestreifen und bunten Reis gab, hatte ich die gebratene Perlhuhnbrust mit Geflügel-Ingwersauce, gegrilltem Gemüse und Polenta gewählt.
Danach gab es noch eine Käseplatte mit vier leckeren Käsesorten mit Dattel-Sesam-Honig-Chutney und Cracker. Zur Nachspeise gab es Mandelpudding mit Beerengrütze und Amarettinispeise und als kleine Aufmerksamkeit danach noch Schoko-Trüffel-Pralinen.
So gestärkt verging die Zeit wortwörtlich wie im Fluge bei Film, Schlaf und den ersten Teil des Blogbeitrags schreiben. Die meiste Zeit verbrachten wir über einer dichten Wolkenschicht, aber glücklicherweise sind die Wolken ausgerechnet über Grönland aufgerissen und wir hatten somit eine schöne Sicht.
Kurz vor der Landung gab es dann nochmal Suppe bzw. Salat und einen Zwetschgen-Streuselkuchen mit Zimtsahne, sodass wir frisch gestärkt in Vancouver landeten. Obwohl wir fast 10 Stunden unterwegs waren, haben wir - dank der Zeitumstellung - nur eine Stunde im Flugzeug verbracht, sodass wir noch einen halben Nachmittag und einen ganzen Abend in Vancouver hatten.
Im Gegensatz zu einem gewissen südlichen Nachbarn ging es an der Security total schnell, sodass wir eine halbe Stunde nach Landung außerhalb des Sicherheitsbereichs waren - und dabei ging die meiste Zeit schon fürs Warten am Gepäckband drauf.
Mit der U-Bahn ging es dann in die Stadt und zu unserem Bed & Breakfast. Die erste Erkenntnis dabei ist, wie konstruktiv man ein Nahverkehrsnetz betreiben kann: ein kontaktloses Einlass- bzw. Ticketing-System, wo man statt eines Tickets auch einfach seine Kreditkarte ranhalten kann und automatisch der korrekte Betrag abgebucht wird. Zudem sind die U-Bahnen alle führerlos.
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben ging es los - wieder gen Süden, zum "Queen Elizabeth Park". Bereits auf dem Weg dorthin konnten wir bereits in den Wohngebieten viele Bäume in den schönsten Herbstfarben bewundern. Die Häuser sind - ebenso wie in den USA - Holzhäuser, die meist individuell gestaltet sind, weshalb Wohngebiete hier in Nordamerika viel schöner sind als in Europa. Im Park gab es neben den schönen Bäumen liebevoll angelegte Gärten zu bewundern.

Gleichzeitig ging es stetig bergauf - im Park befindet sich der höchste Punkt Vancouvers. Ganz oben steht ein Voliere mit den verschiedensten Vögeln - einer farbenprächtiger als der andere.
Inzwischen war auch die Sonne hervorgekommen, sodass man im Licht der untergehenden Sonne noch den ein oder anderen Blick auf Vancouver erhaschen konnte. Nach einem Lachsburger zum Abendessen ging es dann kurz vor 10 ins Bett - der Tag war ja neun Stunden länger als sonst.