Wie es mittlerweile liebgewordene Tradition ist, ging es heute Morgen zunächst wieder nach Jasper hinein, um uns beim Bäcker mit Frühstück und Mittagessen einzudecken. Von dort fuhren wir nochmal auf den Icefields Parkway - wir hatten ja an den Athabasca-Wasserfällen noch ein wenig was nachzuholen. Dieses Mal verließen wir den Highway jedoch schnell wieder und fuhren eine Parallelstraße, die sich auf der anderen Seite des Flusses an einem Berghang entlang schlängelt.
An dem Wasserfall angekommen, frühstückten wir - es gibt doch nichts beeindruckenderes als während dem Frühstück dem Wasser zuzuschauen. Und heute war die Sicht und das Licht auch gleich viel besser. Auch wenn der Wasserfall an sich nicht so hoch ist wie viele andere, die wir besucht haben, so ist doch die schiere Menge und Macht des Wassers beeindruckend - vor allem, weil man hier aus verschiedenen Richtungen ganz nah an den Wasserfall herankommt. Außerdem eignet sich der Wasserfall ganz hervorragend für Belichtungsspielereien.
Als wir schon ins Auto gestiegen waren und gerade los wollten, landete plötzlich eine Krähe (in der Hoffnung, dass mich da meine zoologischen Restkenntnisse nicht ganz im Stich lassen...) auf dem Außenspiegel und posierte ein wenig für uns - was wir natürlich prompt zum fotografieren nutzten.
Danach ging es wieder zurück, bis kurz vor Jasper. Dort wartete eine letzte Wanderung auf uns - um die fünf Seen im Tal der fünf Seen. Der Pfad führte - dafür, dass das angeblich ein Tal sein soll - verdammt viel hoch und runter durch den Wald und an den Seen entlang. Ein weiteres Mysterium wird für mich der Name bleiben - es gibt dort zwar "die" fünf Seen, aber eigentlich waren da noch viel mehr Seen, warum die nicht zählen, ist mir nicht ganz klar.
Am späten Nachmittag ging es dann zurück in die Unterkunft - Wanderschuhe und -hose wieder vorzeigbar machen, dass die bis morgen früh trocknen können (Handwäsche ist ganz schön anstrengend!). Danach machten wir noch einen kleinen Spaziergang vor an den Fluss - die tolle Lage unserer Unterkunft wenigstens einmal ein wenig genießen. Gleichzeitig wanderten wir durch die kleinen Straßen zu den einzelnen Hütten.
Auf dem Weg zum Abendessen, gerade als wir aus dem Ressort rausgefahren sind, läuft im Rückspiegel ein Bär gemütlich über die Straße! Wir haben nochmal versucht ihn näher zu finden, aber da war er schon im Unterholz nur noch hinter den Bäumen zu erspähen. Nach dem kleinen Umweg ging es nochmal in die Brauerei, da hatte uns zu gut geschmeckt - dieses Mal gab es sehr lecker zubereitetes Rind.