Nachdem wir heute morgen zunächst das Mietauto geholt haben, sind wir dann getrennte Wege gegangen. Während die anderen drei eine Brauerei besucht und dort eine Führung gemacht haben, wollte ich eigentlich in das Boston Tea Party Museum. Allerdings hat sich dann herausgestellt, dass das kein Museum, sondern eher ein Historien-Kasperlestheater ist, bei dem man innerhalb von 50 Minuten für viel Geld von historisch verkleideten Personen in einer relativ großen Gruppe durch die Ausstellungsräume geschleußt wird. Da ich da keine Lust drauf hatte, hab ich nur das Museum von außen fotografiert.
Boston Tea Party Museum

Stattdessen bin ich gemütlich am Hafen entlang spaziert und hab das wieder perfekte Wetter genossen - zumindest bevor es allzu heiß wurde. Danach bin ich mit der Metro zum Campus der Harvard Universität gefahren. Nachdem ich dort den Campus erkundet hatte und einmal mehr festgestellt hab, dass der Campus in Stuttgart-Vaihingen der wohl hässlichste der Welt ist, hab ich mich in den Schatten der Widener-Bibliothek gesetzt und hab einem Führer zugehört, der seiner Gruppe etwas über die Geschichte der Bibliothek erzählt hat.
Widener Library Harvard
Nachdem wir uns alle am Haverd Square wiedergefunden haben, sind wir, mit einem kleinen Abstecher am MIT vorbei, Richtung Cape Cod losgefahren.

Heute ist der wohl wichtigste Tag des Jahres in Amerika - der Unabhängigkeitstag. Während die Amerikaner ja sonst schon etwas verrückt sind, was den Patriotismus und das Star-Spangled Banner angeht, ist das ganze am Unabhängigkeitstag noch etwas ausgeprägter. Pünktlich zur Parade sind wir in Hyannis, unserem Zielort, angekommen und konnten die halbstündige Parade bewundern. Dort war alles vertreten - von Autos im Flaggenschmuck über die verschiedensten lokalen Vereine, die Feuerwehr, das rote Kreuz, Dudelsack-Band und High-School-Band bis hin zu Wahlkämpfern für Hillary Clinton und Kandidaten für den Senat und das Repräsentantenhaus.
Parade am Unabhängigkeitstag
Nicht zu vergessen sind natürlich Menschen mit Gewehren und sogar kleinen Kanonen, die allesamt Salut-Schüsse abgefeuert haben - zur Begeisterung der amerikanischen Paradenbesucher und zum Schrecken von uns, wir sind jedes Mal zusammengezuckt.
Salut-Schüsse auf der Parade
Nach einem gemütlichen Open Air Konzert im Stadtgarten und einem leckeren Abendessen in einer kleinen und schönen Taverne gab es zum Abschluss des Tages das große Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag am Hafen.

Happy Fourth!