Über Ostern geht es dieses Jahr nach Mailand - wir sind zu siebt unterwegs. Und was total ungewöhnlich ist: normalerweise verreisen wir in dieser Besetzung immer mit Flöten, aber dieses Mal nicht - die paar Tage werden ja kaum für Mailand reichen, da können wir nicht auch noch Flöten. Außerdem umgehen wir so die Problematik, dass wir die Instrumente eh nicht im Flieger untergebracht hätten.
Die Flugplanung war logistisch etwas spannend - wir mussten am Donnerstagabend fünf Personen aus Stuttgart, eine aus Hannover und eine aus München nach Mailand bringen und am Montag sollte es dann für sechs Personen zurück nach Stuttgart gehen, während eine wieder nach Hannover zurückflog. Außerdem wollten wir natürlich möglichst günstig liegen und möglichst gleichzeitig ankommen und wieder abreisen. Aber insgesamt hat das ganz gut hingehauen - nach Flugplan hatten wir zwischen der ersten und letzten Landung nur 135 Minuten und zwischen den beiden Abflügen 105 Minuten Abstand geplant.
Heute Abend ging es dann los - also genaugenommen am Nachmittag, für uns Stuttgart-Flieger fuhr die S-Bahn kurz nach vier. Ab Stuttgart flogen wir nach Mailand Malpensa. Der Flug ging überraschend schnell vorbei, man war kaum in der Luft, dann war man schon wieder gelandet. Aber trotzdem waren wir insgesamt von Haustür zu Haustür fast acht Stunden unterwegs.
Als Unterkunft hatten wir uns ein Haus bei Airbnb ausgeguckt - etwas am Stadtrand, aber dafür für sieben Personen ausgelegt und bezahlbar. Um vom Flughafen zum Haus zu kommen, mussten wir aber noch eine kleine Abenteuerreise bestehen. Zunächst ging es mit dem Bus vom Flughafen zum Mailänder Hauptbahnhof. Von dort ging es mit der Metro weiter und dann konnten wir entweder zweieinhalb Kilometer laufen oder wir suchten einen der beiden Busse, die bei uns bis fast vor die Haustüre fahren sollten. Da wir zum einen ziemlich müde waren und zum anderen ja das Gepäck dabei hatten, haben wir uns für den Bus entschieden. Allerdings war es gar nicht so einfach die richtige Bushaltestelle zu finden, an wohl jedem Ausgang der U-Bahnstation fuhr irgendein Bus. Aber letztlich hatten wir einen der beiden Busse gefunden und sind zu unserem Haus getuckert.
Zu unserem großen Glück war unsere Hannoveranerin die erste, die gelandet ist, und ist schon vorgefahren, hat eingekauft und für uns alle gekocht. So konnten wir uns dann direkt zum Mitternachtssnack an den gedeckten Tisch setzen - es gab leckere Tomatensoße mit Spaghetti und eine große Gemüsepfanne. Danach sind wir alle ziemlich schnell totmüde ins Bett gefallen.