Heute sind wir zur Außenstelle des Smithsonian National Air & Space Museum, dem Udvar-Hazy Center, gefahren. Das Museum liegt außerhalb der Stadt am Flughafen und ist im Endeffekt ein riesiger Hangar.
Dort wird (fast) alles ausgestellt, was das Herz eines Raumfahrt- oder Luftfahrtbegeisterten begehrt - den Rest gibt es wahrscheinlich in der Hauptstelle in der Stadt selbst, das schau ich mir in den nächsten Tagen noch an. Das Augenmerk dieser Außenstelle liegt vor allem auf den großen Maschinen - so ist dort unter anderem eine Lockheed SR-71 Blackbird, das schnellste Flugzeug der Welt, ausgestellt. Die Blackbird flog schneller als Mach 3 (Fluggeschwindigkeit über 3500km/h) und in einer Höhe von fast 26km. Sie diente vor allem der Aufklärung.

Neben vielen bekannten Militärflugzeugen der Amerikaner (z.B. F14 Tomcat), sowie der Sowjetunion (z.B. MIG21), sind auch bekannte zivile Flugzeuge wie die Concorde ausgestellt. Außerdem ist ein amerikanisches Flugzeug aus dem zweiten Welktkrieg ausgestellt, das traurige Berühmtheit erlangt hat - der Bomber B29 "Enola Gay", der die erste Atombombe "Little Boy" über Japan, in Hiroshima, abgeworfen hat. Benannt ist dieses Flugzeug nach der Mutter des Piloten.

Für mich der Höhepunkt war jedoch die Raumfahrtausstellung - zusätzlich zur 90 minütigen Führung durch das gesamte Museum haben wir noch die 2 stündige Führung durch die Raumfahrtabteilung gemacht. Neben der originalen mobilen Quarantänestation für die Apollo 11 Astronauten - wer weiß, was für Erreger diese sich auf dem Mond eingefangen haben könnten - und verschiedenen originalen Kapseln der Mercury- und Gemini-Missionen, gab es noch das Highlight der Ausstellung: Das Space-Shuttle Discovery.

Die Discovery ist das Shuttle mit der wohl reichsten Geschichte - sie brachte das Hubble Teleskop ins All, dockte als erstes Shuttle an die ISS an und verbrachte sowohl die längste Mission aller Shuttles (15 Tage) als auch die längste Zeit insgesamt (365 Tage) im All. Außerdem flog sie nach beiden Shuttleunglücken die "Return to Flight" Mission. Ein besonderes Erlebnis war es dabei der Discovery so nahe kommen zu können und sie so genau betrachten zu können - von den Anschlüssen des Zusatztanks bis hin zu den Spuren der Flammen auf den Hitzekacheln vom Wiedereintritt.

Gegen Abend sind wir dann im zum Museum gehörenden IMAX-Kino noch in den Film "The Martian" (Der Marsianer) gegangen. Auf dem Heimweg sind wir dann noch am Pentagon vorbeigefahren und haben dort das Pentagon 9/11-Memorial besucht.
